Innere Unruhe und Angstzustände – was hilft?

Wenn du diesen Text hier liest, gehe ich davon aus, dass du selbst auch schon die Erfahrung gemacht hast mit innerer Unruhe und unerklärlichen Angstzuständen.

Ich schreibe hier teils aus Erfahrung als Entspannungstrainerin, teils aus eigener Erfahrung. Durch viele Gespräche mit Teilnehmern meiner Entspannungssitzungen weiß ich, dass es tatsächlich sehr vielen Menschen so geht, dass sie von einer inneren Unruhe, Nervosität und dünnen Nerven geplagt sind. Natürlich spielen auch äußere Faktoren eine große Rolle. Ich bin jedoch – aus eigener Erfahrung – mittlerweile der Meinung, dass sehr viel hausgemacht ist und daher auch selbst wieder behoben werden kann, und zwar langfristig und auf nachhaltige und natürliche Weise – ohne medikamentös nachhelfen zu müssen.

  1.  Eine riesengroße Rolle spielt die Ernährung. Es gibt Lebensmittel, die nachweislich dafür verantwortlich sind, dass man zittrig wird. Dazu zählen: Frittiertes (Schnitzel, Pommes), zuckerhaltige Getränke, Süßigkeiten, Koffein, Alkohol usw. Natürlich macht die Menge das Gift. Das Problem jedoch ist, dass wenn der Körper schon übersäuert ist und über längere Zeit mit nicht genügend Nährstoffen versorgt wurde und das Immunsystem evtl. geschwächt ist, wie eine Art “Vergiftung” im Körper stattfindet. Da über den Stoffwechsel die Schadstoffe und Abfallprodukte nicht ordentich ausgeschieden, entsorgt und aus dem Körper raus transportiert werden, bleiben diese Schadstoffe im Körper und schwirren dort weiter umher. Und dieser Umstand kann so derart unangenehme innere Zustände erzeugen, dass es zu Symptomen kommt, wie zB zittrige Hände, Herzflattern, Nervosität, innerlich getrieben sein usw. Daher ist es enorm wichtig, sich gesund zu ernähren und darauf zu achten mit guten Nährstoffen versorgt zu werden.
  2. Ich kann es nicht oft genug betonen, wie wichtig es ist, zu ATMEN. Erlerne tiefe Bauchatmung. Nimm dir tagsüber feste Zeiten her (zB gleich in der Früh und dann nochmals am Abend), wo du Atemübungen praktizierst und gewöhne dir dann an, tagsüber immer wieder mal tief zu atmen. Die Atmung verbindet dich zum einen automatisch mit dir selbst, der eingeatmete Sauerstoff wirkt basisch und du nimmst frische Energie in dein System auf. Genau wie bei körperlicher Anstrenung ist es auch anstrengend, wenn man nervös ist – und wenn man nicht lernt bewusst WEITERZUATMEN, wird die Atmung immer flacher und schwächer und somit kommt noch weniger Sauerstoff und Energie in den Körper. Genau das Gegenteil sollte dann aber gemacht werden: nämlich bewusst weiter einatmen und ausatmen – damit es auch gar nicht so weit kommt, dass evtl. noch Panik mit dazu kommt.
  3. BEWEGUNG! Mache Gymnastikübungen, Mobilisierungsübungen, Yoga oder Dehnungeinheiten und bewege dich sooft es dir möglich ist auf natürliche Weise. Dadurch werden auch Spannungen abgebaut. Gehe Spazieren und in die Natur!
  4. Es gibt verschiedenste Entspannungsmethoden, wie zB Progressive Muskelrelaxation, Autogenes Training, Gedankenreisen, Körperreisen, Atemübungen, Yoga usw. Du kannst dir eine Methode suchen, die dir gefällt und diese praktizieren. Ziel ist es, dich mit dieser Methode entspannen zu können. Entspannungstraining ist auch ein Prozess und mit der Zeit wird es immer besser gelingen.
  5. Wirksam ist es ebenfalls Düfte in Form von ätherischen Ölen zu verwenden. Ich verwende gerne das Lavendelöl. Du kannst dir ein paar Tropfen auf den Kopfpolster geben oder auf ein Tuch und daran riechen. Oder gib einige Tropfen vom Lavendelöl in ein neutral riechendes Öl, Olivenöl, Mandelöl und verwende das Öl wie eine Bodylotion und massiere den Körper damit ein. Auch das wirkt beruhigend.
  6. Kräuter und Tees: Man kann sich in Teehäusern und Naturapotheken offene Tees mischen lassen, die beruhigende und angstlösende Wirkung haben können.
  7. Aus der TCM – Traditionell Chinesischen  Medizin – kommend, wird gesagt, dass die Nerven gut in Blut schwimmen müssen, sonst werden sie “dünn”. ROTE RÜBE (BEETE) stärkt das Blut. Jeden Tag ein 1/8 Rote Rüben Saft trinken!
  8.  Reduziere – noch besser: verzichte für einige Zeit komplett auf Zucker. Gönne deinem Körper für einige Wochen oder Monate eine zuckerfreie Zeit. Im ersten Moment klingt das wie eine Folter, ich weiß, aber nach kurzer Zeit wirst du merken, dass sich dein Körper erholen kann, du dich leichter fühlst und anfängst besser zu denken. Körperliches Wohlbefinden zieht automatisch mit sich, dass man bessere Gedanken denkt, eine andere Sichtweise und Einstellung entwickelt. Dh. eine körperliche Wohltat tut auch mental und seelisch/geistig gut. Zum Beitrag über Zucker – das süße Gift kommst du hier
  9.  Reinige regelmäßig deinen Darm, denn wenn dein Darm gesund und dann mit guten Bakterien angesiedelt ist, verschwinden nach und nach sämtliche Symptome, die gerne mal der Psyche zugeschoben werden. Ich habe die Erfahrung genau umgekehrt gemacht, denn mir ging es psychisch nicht gut, da es meinem Darm nicht gut ging. Give it a try! Das beste Buch, das ich dir zur natürlichen Darmsanierung empfehlen kann ist von der wunderbaren Alexandra Stross. 

10. Zu guter Letzt: umgib dich mehr mit den Menschen, bei denen du dich wohlfühlst, denen du dich evtl. auch anvertrauen kannst und die dir ein gutes Gefühl geben. Meide im Umkehrschluss solche, die dir in Zeiten, in denen es dir selbst eh schon nicht gut geht, zusätzlich noch Kummer und Sorgen bereiten. Ein Nein zu einem anderen, kann ein Ja zu dir sein!!!

Alles Liebe!

Deine Marina

 

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